Das Web 2.0 hat in den letzten Jahren unseren Lebensalltag merklich verändert. Aktuelle Dinge, Fotos vom letzten Wochenende, kommende Termine und Events – all das verwaltet ein Großteil von uns mittlerweile auf Facebook und co. Auch im Bereich des Marketing haben Social Media Aspekte in den letzten drei Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Unternehmen repräsentieren sich auf Facebook, Xing oder Twitter und nutzen diese Plattformen für PR-Aktionen und die Verwaltung der Kundenbeziehungen. Jetzt könnte auch endlich der eSport zum Zuge kommen und das Potential des Web 2.0 für sich nutzen.

„Was geht heute Abend so?“ – ein typischer Satz, den jeder schon einmal auf seinem News Feed in Facebook gelesen hat. Wer auf Social Media Seiten unterwegs ist, kennt die praktischen und bequemen Vorteile derer: Aktuelle Informationen verbreiten sich schnell, das mühselige Abklappern von Newsseiten wird fast überflüssig. Auch Termine verwaltet man heutzutage über Facebook und co. Das ist schneller, effektiver und kostengünstiger, als unzählige Einladungen mit der Post zu verschicken. Dank Services wie Places weiß man auch immer, wo sich die Freunde aktuell befinden; das lästige „rumsimsen“ entfällt. Mit dem Smartphone hat man das mobile Internet immer in der Tasche mit dabei und ist damit immer schnell und bequem erreichbar.

Neben der gesellschaftlichen Sparte haben vor allem Unternehmen das Web 2.0 für sich entdeckt. Mit wenig Aufwand ist es möglich, seine Kunden stets über aktuelle Produkte zu informieren oder auf Angebote und Aktionen aufmerksam zu machen. Neben den klassischen Unternehmenssparten greifen hier besonders Webseiten wie www.spiegel.de auf Facebook zur Informationsverbreitung und Kundeneinbindung zurück. Andere Unternehmen wie zum Beispiel 1und1 wiederum nutzen Twitter als Anlaufstelle für Supportanfragen, um so ihr Kundenbeziehungsspektrum zu erweitern. Auch die deutsche Bahn entdeckte vor einigen Wochen den Microbloggingdienst für sich und stellt sich auf www.twitter.com/db_bahn selbst den sinnlosesten Fragen der Bahn-Kunden.

Doch was hat das alles mit dem eSport zu tun? Wie David Hiltscher schon in seinem Artikel „Eine Abrechnung in 20 Punkten“ ansprach, birgt das Web 2.0 enormes Potential für den eSport in sich. So sind auf Twitter bereits viele namenhafte Persönlichkeiten unterwegs, welche dort täglich wertvolle Informationen und Diskussionsstoff mit ihren Followern teilen. Kinderleicht kann man sich so die persönliche imaginäre Szeneseite zusammenbasteln. Auch Facebook wurde nun endlich als potentielle Vermarktungsquelle erkannt. In den letzten zwei, drei Wochen ist ein enormer Zufluss an Seiten von professionellen Spielern zu beobachten – sei es auf Eigeninitiative hin oder auf Anlass des Clans. Sinn macht das auf jeden Fall: Hier hat der User die Möglichkeit, mit dem Spieler in Kontakt zu treten, ohne diesen explizit zu stören. Der Spieler hat die Möglichkeit, zeitunabhängig zu antworten und wird nicht wie zum Beispiel in Starcraft 2 durch das ständige aufpoppen von neuen Chatfenstern und Gruppeneinladungen belästigt.

Noch werden Social Media im eSport allerdings nicht konsequent genug genutzt. Während die ESL und fragster regelmäßig ihren neuen Content auf Facebook promoten, fehlt von anderen Seiten noch das nötige Engagement. Gerade Clans, deren Internetpräsenzen in den letzten Jahren immer unrelevanter geworden sind, könnten hier mehr auf ihre Aktivitäten, Spieler und vor allem Sponsoren aufmerksam machen. Auch von der Spielerseite kommt noch zu wenig: Manchmal gibt es Informationen zu anstehenden Turnieren, mehr jedoch nicht. Ein Großteil der Kommunikation wird auf den Facebook Seiten der Spieler immer noch den Fans initialisiert.

Für die Zukunft wäre es also wünschenswert, wenn Spieler und Clans etwas mehr Engagement in das Web 2.0 investieren würden. Zeitintensiv ist es auf jeden Fall nicht: 10 bis 20 Minuten über den Tag verteilt reichen vollkommen aus, um neue Informationen zu posten und auf Fragen der Fans zu antworten. Auch nicht eSport-bezogene Informationen, welche jedoch nicht das Privatleben des Progamers im großen Licht offenbaren, sind gerne gesehen: Ein kurzes Posting, welchen Song man gerade hört oder welches Bier einem in der letzten Zeit besonders gut schmeckt, rückt den Spieler in ein greifbareres Licht und erzeugt zudem einen den angenehmen Nebeneffekt der Sympathie.

Auch Clans sollten sich noch präsenter auf Facebook und Twitter zeigen und vor allem die Kanäle ihrer Spieler nutzen, um auf Aktionen und Sponsoren aufmerksam zu machen. Eine Vermarktungsquelle, die im eSport noch weitgehend ungenutzt ist und vielleicht großes Potential in sich birgt.

Veröffentlicht in der Kategorie: Gastkommentar
Autor des Artikels ist: Marth

49 Kommentare bisher.

  1. marco sagt:

    Bin absolut dagegen!

    Für Unternehmen mag Facebook und Co toll sein, aber es Usern schönzureden finde ich scheisse. Es wird schon (zum Glück hoffentlich) seinen Grund haben, warum nicht alle Facebook und Co nutzen.

    Seht ihr denn nicht die Gefahr von einem Informationsmonopol von Google und Facebook?

    Kannst gern nen Aufruf machen, aber zeilenweise eine Selbstverständlichkeit/absolute notwendigkeit wenn man am Ball bleiben will propagieren is scheisse.

  2. Ounk sagt:

    Bitte kein Facebook. Ich finde es furchtbar, dass inzwischen alles auf Facebook stattfindet und Leute ausgeschlossen werden, wenn sie dort keinen Account besitzen.

  3. blub sagt:

    @Ounk

    Da sich jeder selbst auf Facebook registrieren kann schliesst man sich selbst aus wenn man sich nicht anmelden möchte, und nich anders rum ;)

  4. Jazz sagt:

    Wer glaubt, er sei “sicher”, wenn er nicht bei facebook angemeldet ist, der irrt gewaltig.
    Grob gesagt ist dein Datenschutz in dem Moment dahin, in dem du deinen Web-Browser öffnest. Google und Facebook sind bei weiten nicht die einzigen Seiten, die Informationen sammeln, und auch nicht die einzigen, die das in großen Dimensionen tun.
    Überleg dir mal, worum es im web2.0 geht? Richtig! Informationen und die Möglichkeit diese mit anderen zu teilen. Das Zeitalter der Massenmedien, an denen wir nicht teilnehmen konnten ist vorbei, die Ära der “participatory media” (Sorry, mir ist der deutsche Begriff nicht gängig) hät mit web2.0 Einzug.
    Wenn du also Dinge mit anderen teilen willst, dann musst du auch bereit sein, einen Teil deiner Informationen preis zu geben.
    Du schreibst hier einen Kommentar, herzlichen Glückwunsch du hast dich soeben am web2.0 beteiligt, nur so als Beispiel.
    Ich sehe keinen Grund, warum sich Clans nicht auf facebook registrieren sollten. Das bedeutet ja nicht automatisch, dass alles, was diesen Clan betrifft auf facebook bleibt und Leuten, die dort nicht angemeldet sind Informationen vorbehalten werden. Was es allerdings bedeutet, ist mehr Transparenz für die Fans. Die Clans machen a.) auf sich aufmerksam und b.) Tragen sie einen großen Teil zu Transparenz im e-sport bei. Es gibt genug Leute, die mit dem Begriff nichts anfangen können, oder ihm aufgrund von Fehlinformationen negativ gegenüberstehen. Websites wie facebook oder twitter machen es einfacher zu verstehen in welche der Richtung der Richtung e-sport und würde Leuten helfen, sich eher mit dem Thema auseinanderzusetzen.
    Transparenz ist etwas, das heutzutage in vielen Bereichen gefordert wird, und ein Bereich, in dem der e-sport mit gutem Besipiel voran gehen könnte.

  5. asdf sagt:

    @blub
    selten so ein schwachsinn gelesen.

  6. anonym sagt:

    find das alles sowieso bizarr, als ich 04 im zarten alter von 15-16jahren dsl flat bekam, hab ich ordentlich angefangen, zu chatten, social networking betrieben, iwelche mädchen online kennengelernt und getroffen & als ich dieses ständige angeschrieben werden etc. iwann leid war und kein bock mehr hatte mich mit msn statusen oder profilbildern zu profilieren, kommt jahre später facebook und labern mich mit dem scheiss zu, den ich hinter mir gelassen hab. hoffentlich bleibt das ne phase. glaub ich aber net

  7. KompostMaster sagt:

    Also ich finde das jetzt nicht so unbedingt als notwendig an, wie es da jetzt dargestellt wird. Außerdem fällt mir oft auf das facebook andere Quellen verdrängt, was ich nicht unbedingt für gut befinde.

    Mfg KompostMaster

  8. blub sagt:

    @asdf

    Ich war selbst lange Zeit nicht bei Facebook angemeldet, da ich es für “ünnötig” hielt. Mittlerweile hat sich Facebook allerdings besser in unseren Alltag integriert wie es ICQ o.ä noch vor Jahren getan hat.
    Und das man mittlerweile zu einer Minderheit gehört wenn man dort nich angemeldet ist, muss ich glaub niemandem erzählen.
    Wer sich nunmal zu eitel ( oder was auch immer) ist um sich bei Facebook anzumelden tut mir ehrlich gesagt leid. Dort zwingt dich niemand irgendwelche Persönliche Daten von dir Wahrheitsgemäß anzugeben, wer dies Freiwillig tut ist selber Schuld. Ich zum beispiel benutze nichtmal meine richtige EMail Adresse bei FB.

    Kann jedem FB-Nutzer nur diese Video ans Herz legen.
    http://www.youtube.com/watch?v=SmRdsVvOYsg

    Aber wieso schreib ich das alles?
    Du bist wahrscheinlich nur ein 12 Jähriger Internet-Troll, den mehr erschliesst sich aus deinem Geistreichen 5-Wort beitrag nicht.

  9. liToSlice sagt:

    So jetz mal meiner Meinug.
    Zu der Sache Datenschutz: jeder kann selbst entsheiden was er von sich preisgibt und was er eingibt! somit ist jeder selbst dafür verantwortlich. Zu sagen das web 2.0 ist gefährlich wäre verallemeinert und nicht korrekt, da man auf Fb, Twitter usw aufhalten kann ohne etwas von sich preiszugeben.

    es herrscht keine pflicht sich bei aufgezählen seiten anzumelden doch, ist es deutlich einfacher sich auf Platformen zu verständigen und auszutauschen.

    Es steht (für mich) ganz außerfrage das sich Firmen oder Seiten sich viel besser auf Fb verbreiten und somit auch neue User finden, die sie auch finaziel unterstützen.

    jedoch würde ich es begrüßen, wenn die Szenecast seite sich von Fb verhält, da ich mich viel persönlicher angesprochen fühle wen alles über diese seite läuft ( natürlich wäre es für die szenecastseite nur ein gewinn auch bei Fb verträten zu sein)
    soweit mein meinung
    mfg

  10. Matze sagt:

    @blub
    Mir ist wirklich unverständlich, warum dir Leute leid tun die nicht bei FB oder anderen sozialen Netzwerken angemeldet sind. Ich persönlich hab mehr Mitleid mit Leuten die sich aufgrund irgendwelcher gesellschaftlichen Zwänge ein Profil anlegen. Sei es um dazuzugehören, um nichts zu verpassen oder der Selbstdarstellung wegen.

  11. ichdu sagt:

    ich finde es ist ein sehr schöner artikel
    und an alle facebook hater
    eure daten sind sowieso im inet

    toller artikel!!!

  12. blub sagt:

    @ Matze

    Ich habe geschrieben das mir die Leute leid tuhen die sich zu “eitel” sind auf Facebook oder ähnliches anzumelden nur weil sie Angst haben irgendwelche Daten zu ihrer Person (die ja nichtmal stimmen müssen!) im Internet anzugeben.

  13. DurBarak sagt:

    @blub
    Es gibt gute Gründe sowohl für als auch gegen Facebook und jeder sollte frei entscheiden, ob er einen Account anlegt oder nicht.

    Genau diese Freiheit gerät in letzter Zeit immer mehr in Bedrängnis. Es mehren sich Inhalte, Aktionen und Funktionen, die ohne FB-Account nicht zugänglich sind.
    Dies fängt bei AMA-Aktionen an, geht über Gewinnspiele und Musikwünsche(hallo TaKe) bis zu der Aufforderung eines Casters, Sponsoren zu liken damit ein Turnier stattfinden kann.
    Facebook ist zur Zeit das neue Allheilmittel; Likes/Freunde sind zu einer Art Währung geworden. Über mögliche Probleme wird aber weitestgehend hinweg gesehen. So erhielt die Mitgliederentwicklung jüngst erste Dellen, als bekannt wurde, dass FB in Nordamerika im Mai 2011 im Vergleich zum Vormonat um fast 4% schrumpfte. Weiterhin müht sich ein Rotterdam tausende seiner Fans von seiner privaten FB-Seite zu seiner Fan-Seite zu lotsen.

    Unabhängig von Facebook, stimme ich mit dem Artikel überein, dass es im Bereich des “social webs” Entwicklungspotential für Clans und Spieler gibt, mit den Fans in Kontakt zu treten und auch zu bleiben.

    Allerdings möchte ich auch sagen, dass das Web 2.0 weit mehr ist als FB und Twitter. Unter anderem gehört auch dieses Blog – für das ich ewig dankbar bin – dazu. :-)

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